Wissen Sie, dass es in unseren Wäldern die Vogelarten Girlitz, Zilpzalp oder Mönchsgrasmücke gibt?

14 Natur- und Vogelliebhaber haben sich am Sonntag, 18.04.21 um 08.00 Uhr bei kühlen Temperaturen und wolkenverhangenem Himmel beim TCS Parkplatz in Theilingen zur Morgenexkursion getroffen. Nach einer kurzen Vorstellung haben wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt.

Schon nach wenigen Schritten bemerkten wir, dass ein Profi in unserer Gruppe mit dabei ist. Ursula Bornhauser (Zoologin) konnte uns mit Ihrem Wissen für die Vogelwelt faszinieren. Unter anderem konnte sie aus dem Durcheinander von Gezwitscher mühelos die verschiedenen Vogelarten heraushören oder mit ihrem Feldstecher einen vorbeifliegenden Vogel anhand seines Federkleides genau bestimmen. Regelmässig holte sie mit Vergnügen ihr Vogelbüchlein hervor und erklärte uns, durch welche Merkmale die verschiedenen Vogelarten zu erkennen sind.

Kurze Zeit später fanden wir uns inmitten von diversen Gesängen und Rufen wieder. Die enorme Vielfalt auf relativ kleinem Raum hat uns sehr beeindruckt und mit jedem Schritt wurden wir immer gespannter darauf, was wir noch hören oder sehen werden. Gemeinsam konnten wir etwa 30 verschiedene Vogelarten identifizieren. Unter anderem hat uns das sonderbare Glucksen eines Kolkraben einige Zeit köstlich amüsiert. Eine wunderbare Nahsicht hat sich uns eröffnet, als wir durch das Fernrohr blicken konnten. Ein am Boden pickendes Pärchen Girlitze aus ca. 40m Distanz oder eine Goldammer auf dem Giebel eines Daches, mit dem durch den Wind wehendem Federkleid ganz nah durch das Monokular zu beobachten, war einfach wunderbar.

Es wurde gefachsimpelt und ausgiebig diskutiert. Langjährige Vereinsmitglieder, Vogelkenner und Neulinge haben ihre Erlebnisse und ihr Wissen rund um die Natur- und Vogelwelt ausgetauscht. Neben interessanten Informationen über Vögel wurde auch über die Zustände unserer Wälder gesprochen. Wie sich alles verändert: Lebensräume für die einen Lebewesen verschwinden und neue Lebensräume für andere bilden sich. In der Region vom Himmelriich konnten wir beim Waldrand deutliche Spuren von Wildschweinen erkennen, welche auf der Suche nach Mäusen, Wurzeln und Larven die Felder aufgewühlt haben.

Nach über zwei Stunden Entdeckungsreise haben sich die zwei Gruppen am wärmenden Feuer oberhalb Lauenen wieder getroffen. Bei Kaffee, Zopf und Kuchen sowie Bier und Cervelat konnten wir uns gemeinsam über das Erlebte austauschen.

Ein herzliches Dankeschön an Elsbeth und Heinz Sieber für die Vorbereitungen des coronakonformen Morgenbrunches sowie an Philip Holoch für die Organisation des Anlasses.

Wir freuen uns bereits auf die nächste Exkursion!

Maria Vizi und Manuel Huber

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