Bist du auf der Suche nach einem Feldstecher und bist von der riesigen Auswahl erschlagen? Kein Problem, wir helfen gerne weiter.

Wir geben aber keine konkreten Produktempfehlungen, sondern wollen Tipps geben, auf was zu achten ist.

Zur Technik
Feldstecher sind immer mit zwei Zahlen versehen, z.B. 8×25 oder 10×56. Hierbei steht die erste Zahl für die Vergrösserung. Die meisten Ferngläser haben 8-fache oder 10-fache Vergrösserung. Es gibt aber auch welche mit 6- oder 7-facher Vergrösserung und zum Teil bis zu 20-facher Vergrösserung. Dabei ist zu beachten, dass eine stärkere Vergrösserung nicht immer hilft. Für die meisten Leute ist es einfacher, mit 8-facher Vergrösserung Vögel zu beobachten, da dann das Bild nicht so stark wackelt, wenn man die Hand nicht sehr ruhig hält. Ferngläser für Segler haben daher oft relativ geringe Vergrösserungen. Bei Vergrösserungen über Faktor 10 braucht man schon eine sehr ruhige Hand oder sogar ein Stativ, um noch etwas zu sehen. Je stärker die Vergrösserung, desto grösser und schwerer wird das Fernglas.
Um Vögel zu beobachten ist eine 8-fache Vergrösserung sehr gut geeignet.

Die zweite Zahl beschreibt den Durchmesser der Objektivöffnung in mm. Dieser Wert ist ein Indikator, wie gross das Sichtfeld ist und wieviel Licht aufgenommen wird. Sehr leichte Reiseferngläser haben hier den Wert 20 oder 25. Jagdgläser, die oftmals in der Dämmerung verwendet werden und nur über kurze Strecken getragen werden, müssen haben Werte von 50 und mehr. Je höher die Zahl, desto mehr Licht wird aufgenommen und desto besser sieht man auch in der Dämmerung. Ausserdem hat man dann auch ein sehr breites Sichtfeld, kann also auf einen Blick einen ganzen Waldrand erfassen und nicht nur einen sehr kleinen Ausschnitt. Das hilft, wenn man z.B. eine Hecke nach einem Vogel absucht. Je grösser die Objektivöffnung, desto grösser, schwerer und teurer wird das Fernglas. Für die Vogelbeobachtung am Tag empfehlen sich Objektivöffnungen zwischen 30 und 40. Solche Gläser sind kompakt und leicht genug, um sie auf praktisch jede Wanderung mitzunehmen und sie bieten trotzdem noch ein ausreichend breites Sichtfeld, um einen Vogel im Gebüsch zu finden.
Ganz wichtig: Das beste Fernglas ist immer das, dass man auch dabei hat!

Wer sich einen Feldstecher zulegen will, sollte nicht zu sehr sparen. Da ein Feldstecher aber keinerlei Elektronik enthält ist er sehr langlebig, in vielen Fällen hält er ein Leben lang. Gute Gläser gibt’s ab 300-400 Franken, nach oben sind fast keine Grenzen gesetzt. In guten Fachgeschäften gibt es oftmals die Möglichkeit, Ferngläser auszuleihen und zu testen, bevor man sich entscheidet. Dies empfiehlt sich vor allem für Brillenträger. Wichtig ist auch, dass man sich damit wohl fühlt und dass der Augenabstand stimmt.